Schlaflosigkeit

18.07.2018

Kennen Sie auch die Situation, wenn Sie nicht einschlafen können? Sie gehen rechtzeitig ins Bett, manchmal auch ein bisschen früher, doch egal was Sie tun, der Schlaf will nicht kommen. Je mehr Sie versuchen, umso wacher werden Sie. Und der ganze Ablauf wiederholt sich bis in die Frühe. Kommt Ihnen das bekannt vor? Es gibt leider keine allgemeine Medizin gegen die Schlaflosigkeit, aber ich kann Ihnen einige Methoden aufzeigen, dank welchen Sie seltener von ihr betroffen sein werden.

Sobald jemand nicht einschlafen kann, geht er davon aus, dass er eine Schlaftablette einnehmen muss. Es existieren verschiedene Arten von Medikamenten zur Schlafregulierung, doch die am meisten verschriebenen dienen gar nicht dazu, Sie in den Schlaf zu bringen. Sie entspannen lediglich Ihre Muskeln. Sie entspannen sich somit, nachdem Sie ein solches Medikament eingenommen haben, und können einfacher in den Tiefschlaf fallen. Dadurch wachen Sie morgens ausgeruht auf. Da gibt es jedoch ein Problem: Falls der Grund Ihrer Schlaflosigkeit Gereiztheit durch Stress ist, dann wird dieses Medikament leider keine Wirkung haben. Ähnlich ist es mit den pflanzlichen Arzneimittel.

Natürlich gibt es auch solche, welche Sie tatsächlich in den Schlaf bringen können, jedoch werden diese ausschliesslich von einem Spezialisten verschrieben.

Die meisten von uns brauchen in der Tat nichts davon. Konzentrieren wir uns nun darauf, wie wir auf natürlichem Weg einfach einschlafen können.

Vor der Schlafenszeit ist es nötig, sich darauf vorzubereiten. Man sollte schwere Mahlzeiten vermeiden; beenden Sie das Nachtessen spätestens um 19 Uhr. Ideale Schlafenszeit wäre zwischen 22 Uhr und Mitternacht. Der Schlafraum sollte gut durchgelüftet sein, idealerweise auch ein wenig gekühlt, da man so besser einschlafen kann. Ebenfalls ist es angenehm, vor dem Zubettgehen, mit lauwarmem Wasser zu duschen.

Viele Menschen sind oft mit Sorgen belastet und neigen dazu, diese ins Bett mitzunehmen. Und natürlich können sie dann nicht einschlafen!

Dabei sehr hilfreich sind kurze Meditationen vor dem Schlaf. Es gibt diverse Arten von Meditation, und falls Sie bisher noch keine besonders passende gefunden haben, rate ich Ihnen Folgendes: Setzen Sie sich in einen bequemen Sessel, schliessen Sie die Augen, atmen Sie normal und versuchen Sie sich auf Ihre Atmung zu fokussieren, sodass Sie den Fluss Ihrer Gedanken unterbrechen können. Es ist überhaupt nicht einfach, auch wenn es so klingen mag! Unser Geist ist mit Gedanken überlastet und es ist fast unmöglich diese zu vertreiben, wenn wir gestresst sind oder Angst, Sorge, Sehnsucht oder andere negative Gefühle verspüren. Gerade deswegen ist es Ihr Ziel, langsam zu atmen, gerade in einer bequemen Haltung zu sitzen, und sich komplett zu entspannen, indem Sie Gedanken jeglicher Art vermeiden. Falls diese doch auftauchen, lassen Sie sie an Ihnen "vorbeiziehen", beachten Sie sie nicht.

Es existiert ebenfalls eine Yoga-Atemtechnik, welche beim Einschlafen sehr hilfreich sein soll. Sitzen Sie bequem, Ihr Mund geschlossen, die Zungenspitze berührt den Gaumen unmittelbar über den Vorderzähnen. Atmen Sie während vier Sekunden durch die Nase ein, halten Sie darauf den Atem sieben Sekunden lang, und atmen Sie schliesslich acht Sekunden lang, kräftig durch den Mund, aus. Diese Übung sollte man insgesamt vier Mal wiederholen und danach schlafen gehen. Für mehr Informationen, schauen Sie sich das Video an:

Damit Ihnen der gute Schlaf langfristig erhalten bleibt, ist es nötig, zur gleichen Zeit schlafen zu gehen. Und schieben Sie es nicht durch Fernsehen, Spielen, oder einer anderen Aktivität, auf.

Heutzutage findet man auf neueren Computer-Betriebssystemen den sogenannten Nachtmodus, welcher Ihre Augen weniger ermüdet. Schalten Sie diesen jeweils ein, damit die lange Arbeit dem schnellen Schlaf zu keiner Hindernis wird.

Man sagt, das Gehirn soll kein Freund der Routine sein. Um einfacher einzuschlafen, ist es ebenfalls hilfreich, ein Buch zu lesen, Schäfchen zu zählen, oder auch ein Mantra oder eine Affirmation zu wiederholen.

Dies sind alles Ratschläge, und da wir alle verschieden sind, müssen Sie nun selbst herausfinden, was Ihnen am besten hilft. Und schieben Sie alle Sorgen auf morgen, denn "jeder Tag hat genug eigene Plage".