Emotionale Tiefs

01.04.2018

Es ist in Ordnung hinzufallen, jedoch unter der Bedingung, dass Sie danach wieder aufstehen. Sie dürfen auch auf dem Boden bleiben. Aber hey, Sie können mehr als das!

Das Leben ist eine wichtige Schule, und wir werden tagtäglich mit neuen Herausforderungen konfrontiert. Das ganze Universum befindet sich in stetiger Bewegung, was Veränderungen zur Folge hat. Veränderungen verursachen Probleme - Herausforderungen.

Herausforderungen zwingen uns nach Lösungen zu suchen. Folglich entstehen neue Veränderungen. Und so dreht sich der Kreis weiter!

Erst wenn Sie sterben, hören diese Veränderungen auf. Friedhöfe sind bekanntlich die stillsten Orte der Stadt. Doch, sind sie es wirklich?

Das Wichtigste ist, dass Sie keine Angst vor neuen Herausforderungen haben. Je älter und erfahrener Sie sind, umso komplizierter werden die Herausforderungen. Es werden auch weniger komplizierte kommen, jedoch werden Sie diese nicht gross beachten oder Sie werden sie anderen überlassen. So geht der Weg des Lernens und des Reifens weiter und hört eigentlich nie auf.

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Sie alle wissen, dass der Prozess der Konfrontation mit Herausforderungen oft gar nicht so einfach ist. Manchmal entsteht eine Blockade, und wir befinden uns physisch, emotional und seelisch in einem Tief. Was macht man in solchen Situationen? Zuerst müssen Sie sich von diesem Tief distanzieren. "Es ist in Ordnung, ich habe einen Fehler gemacht. Doch mein Fehler - das bin nicht ich!" Man darf sich mit den Fehlern nicht identifizieren. Man muss sie erkennen, korrigieren und dann weitermachen. Es ist nicht nötig, dass wir uns an eigene Fehltritte emotional binden, aber wir müssen aus ihnen lernen. Und wir müssen uns bemühen, diese Fehler nicht zu wiederholen. Ab und zu wird es passieren, dass wir den gleichen Fehler mehrmals machen. Und das ist in Ordnung. Wir stehen dann auf, "klopfen uns den Staub ab" und gehen weiter.

Manchmal fallen wir aber auch in kein Tief, doch treten auf dem Weg der Konfrontation mit Herausforderungen irgendwelche negativen Umstände auf, und negative Emotionen überwältigen uns. Dann gilt es weiterzugehen, sich auf die Lösung zu fokussieren, und nochmal: sich nicht mit der Emotion zu identifizieren!

Zum Beispiel: Ich bin traurig. Und das ist in Ordnung. Doch diese Trauer, die bin nicht ich! Das ist nur etwas, was ich gerade empfinde und was wieder vergehen wird. Danach werde ich wieder ich selbst sein. Weiter geht's...

Immer wenn wir ein neues Projekt starten, ist es wichtig, den gesunden Geisteszustand aufrechtzuerhalten. Auf diesem Weg sind uns Affirmationen von grosser Hilfe. Affirmationen sind kurze positiv formulierte Aussagen, welche unsere Sehnsüchte und Ziele beinhalten.

Zum Beispiel: Ich bin gesund. Ich fühle mich gut. Ich lebe in Harmonie mit mir selbst und meinem Umfeld.

Der Mensch ist ein Gewohnheitstier! Auch wenn Ihnen das Ganze absurd vorkommen mag, während Sie die positiven Aussagen wiederholen, werden Sie sich diese in Ihr Unterbewusstsein einprägen und somit durch den ganzen Automatismus auch annehmen.

Wenn Sie sich beispielsweise in einem Konflikt mit jemanden befinden, versuchen Sie dieser Person täglich positive Gedanken durch Affirmationen zu schicken. Wünschen Sie ihr gute Gesundheit, Glück und Erfolg! Daraufhin bleiben Sie geduldig und warten. Je mehr Zeit vergeht, umso besser wird Ihr Verhältnis zu dieser Person.

Das ist keine Magie: Ihr Unterbewusstsein, durch Affirmationen positiv verändert, wird Ihr Bewusstsein soweit beeinflussen, dass dieses immer weniger auf die negativen Eigenschaften oder Handlungen der Person achten wird. Dafür umso mehr auf die positiven. Somit wird sich auch Ihr Verhältnis zueinander deutlich verbessern.

Zum Leben gehört dazu, dass Sie fallen und sich in einem Tief befinden. Doch, wenn Sie gefallen sind, vergessen Sie nicht, wieder aufzustehen!